Judo-Bundesligist SU Annen hat zum Ende der Vorrunde durch eine geschlossen gute Mannschaftsleistung einen ungefährdeten 11:3-Derby-Sieg gegen TSV Hertha Walheim heraus geworfen - und damit den erhofften Platz drei.
Foto: Klatsch, Benjamin Behrla (l.) und Martijn van Oostrum punkteten zum SUA-Sieg.
Rekordmeister TSV Abensberg kann so erst Gegner in der Finalrunde am 14. November - in Hamburg oder Ettlingen - sein. Im Viertelfinale geht es für die SUA nun am 10. Oktober zum KSV Esslingen ins Schwäbische.
Im Dojo am Kälberweg gingen beide Derby-Kontrahenten stark ersatzgeschwächt auf die Matte. "Wir hätten den zweiten Durchgang auch so stellen müssen, wenn es vor der Pause enger gewesen wäre", klärte SUA-Coach Holk Silbersack auf.
Nach dem klaren 5:2 zur Halbzeit boten die Gastgeber mit Lutz Behrla, der den Gesamtsieg früh sicherte, und mit Tobias Pahnke zwei Judoka auf, die ansonsten in der zweiten Mannschaft kämpfen. Beide zeigten starke Leistungen, auch wenn es für den couragierten Pahnke gegen den international erfahrenen Niederländer Grim Vuijsters trotz bester Ansätze nicht zu einer Überraschung reichte.
"Wir haben einen richtig guten Lauf"
Überrascht hat einmal mehr Stefan Oldenburg, der Florin Petrehele nach dessen Waza-Ari-Führung einen sicher geglaubten Sieg entriss. "Wir hatten einen richtig guten Lauf", befand Silbersack, während bei Aachen nicht viel zusammen lief. "Wir waren für die SUA zu leicht auszurechnen", so Krüger.
Holk Silbersack meinte hingegen: "Wir sind furios gestartet. Anschließend haben sich alle daran aufgebaut und sich noch einmal gesteigert." Bestes Beispiel dafür: Marvin de la Croes. In der Pause hatte er sich noch übergeben müssen und lieferte dann, aufgerückt in 100 kg, gegen Stefan Krause einen genialen Kampf.
Andreas Reeh total verschwitzt
Für Andreas Reeh, in Personalunion Landes- und SUA-Trainer, war das Derby kein Zuckerschlecken: "Es war schwer für mich, einfach dazusitzen und ruhig zu sein. Ich habe trotzdem geschwitzt, als wäre ich herum gehüpft." Mit den Leistungen seiner Schützlinge war der NRW-Coach im Hinblick auf die Westdeutsche Meisterschaft am Samstag in Herne zufrieden: "Die waren alle stark und haben es sich richtig besorgt."
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