16.09.2009

Judo Bundesliga: SUA Witten - Frankfurt/ Oder 8:5

Von: R i n g o W i t t i g

"André war hoch clever" - Breitbarth mit Sonderlob

Judo-Bundesligist SU Annen hat beim Großkampftag im eigenen Dojo den großen Favoriten der Gruppe Nord aus Frankfurt/Oder mit 8:5 besiegt und somit Großes geleistet. Besonders André Breitbarth hinterließ beim Gegner einen bleibenden Eindruck.

Foto: André Breitbarth (blau) erhielt auch vom Gegner ein Sonderlob: "Er hat taktisch hoch clever kämpft, Kompliment", so Frankfurts Trainer Karl-Heinz Werner. Foto: Dietmar Bock

Die enorme Anstrengung der SUA-Judoka war jedem klar, und das erkannte auch der Gast JC 90 Frankfurt/Oder an: „Wir haben uns in der Vergangenheit immer große Kämpfe geliefert“, so Trainer Karl-Heinz-Werner, der ergänzte: „Uns war klar, dass wir hier wohl nichts holen“, weiß der erfahrene Coach nur zu gut, was der Hexenkessel in Annen so alles möglich machen kann.

Kompliment an Breitbarth

Am 12. September war es wieder soweit. Die Gäste mussten, wie auch die Annener, einige Judoka verletzungsbedingt ersetzen und kamen damit deutlich schlechter zurecht als die Gastgeber, die darin schon reichlich Übung haben. Einer aus der geschlossen gut auftretenden SUA-Mannschaft beeindruckte die Brandenburger besonders: „Für André Breitbarth hat es uns gefreut“, so Werner, „wir kennen ihn von vielen Lehrgängen bei uns. Aber dass er so taktisch hoch clever kämpft, hat uns überrascht. Mein Kompliment.“

Andere Annener hatten sich ebenso ein Lob verdient. Benjamin Behrla etwa, der seine Schwächeperiode sichtlich überwunden hat und auf dem besten Weg ist, wieder zu alter Topform zurück zu finden. Oder Christoph Najdecki, der für die 60 kg-Klasse extra viel Gewicht gemacht hatte und dabei ebenso zweimal überzeugte wie Jeroen Mooren, der in die 66 kg-Klasse aufgerückt war.

Egengewächs Oldenburg mit starkem Auftritt

Das war einer der taktischen Schachzüge des Trainer-Duos Andreas Reeh und Holk Silbersack, der den Favoriten am Ende mattsetzte.

Eine eindrucksvolle Demonstration alter SUA-Stärke war der Auftritt von Eigengewächs Stefan Oldenburg. Wie er dem starken Polen Lukas Blach entgegentrat und diesen dann in buchstäblich letzter Sekunde besiegte, verdient Respekt.

Wenige Sekunden vor Schluss musste er den Kampf nur noch wertungsfrei halten, das riefen ihm Trainer, Mannschaftskollegen und Zuschauer lautstark zu. Doch „Oldi“ ging in der buchstäblich letzten Sekunde auf seinen Gegner los, legte diesen aufs Kreuz und stellte mit dieser Heldentat den Gesamterfolg sicher.

Auf diesen Sieg hatten die Fachleute spekuliert. „Aber das wird ganz schwer“, meinte SUA-Chef Matthias Kiehm. Optimistischer war da Landestrainer Daniel Gürschner gewesen: „Ich war mir sicher, dass sie es heute packen können“, sagte der. Gesagt, getan.


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