16.09.2009

SU Annen gewinnt Prestige-Duell

Von: R i n g o W i t t i g

Erste Punkte für die Wittener Judo-Damen beim 4:3 gegen Leverkusen. Chancenlos gegen PSG Brandenburg

Mit der erwarteten Bilanz endete der erste Heimkampftag für die Judo-Amazonen der Sport-Union Annen: Der Bundesligist setzte sich gegen Bayer Leverkusen mit 4:3 durch, verlor aber gegen die PSG Dynamo Brandenburg glatt mit 0:7.

SU Annen - Bayer Leverkusen 4:3

Für die beiden zuvor noch punktlosen NRW-Teams war dieser Vergleich vor allem auch ein Prestige-Duell. Für die Wittenerinnen lief die Auslosung schon optimal, denn so konnte die Niederländerin Dani Libosan (-63 kg) gleich gegen Jenny Schmitz einen sicheren Punkt landen. Per Seoi-nage jagte sie die Leverkusenerin auf die Matte.

Gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen gewann die SU Annen mit 4:3.

Es folgten eine Niederlage von Hannah Karrasch (-52 kg) gegen die Niederländerin Patty Joldersma sowie ein Aufgabesieg für Nadine Herbertz (-48 kg) gegen Astrid Arndt. Ganz überlegen holte Meike Heinz (-78 kg) gegen die viel leichtere Jana Stebel den dritten SUA-Zähler. Dass dann Indra Brendick - Notnagel in der +78 kg-Kategorie - gegen Christina Krahe verlieren würde, war ebenso abzusehen. Für den vorzeitigen Annener Sieg sorgte dann U 17-Europameisterin Miriam Dunkel, die gegen die Ex-Wittenerin Bojana Colic keine Kompromisse machte und nach 1:48 Minuten durch einen Würgegriff gewann - das 4:2. Danach verlor Fatma van Winssen gegen die überragende Myriam Roper nach nur fünf Sekunden.

SU Annen - PSG Brandenburg 0:7

„Ein bisschen was hätten wir schon gerne geholt gegen Brandenburg”, meinte SUA-Trainer Karlheinz Stump.

Doch weder Sabine Wittig (-63 kg; gegen Stefanie Schulz) noch Hannah Karrasch (-52 kg; gegen Fritz Pörs) hatten eine Chance gegen ihre Kontrahentinnen - ebenso erging es wie erwartet Nadine Herbertz (-48 kg) gegen die Russin Tatjana Moskwina. Schon hieß es 0:3.

Kerstin Kutsche (-78 kg) wehrte sich gegen Catherine Jacques nach Kräften, unterlag jedoch nach 2:20 Minuten durch einen Armhebel. Bei Meike Heinz (+78 kg) war es gegen Annika Heise letztlich ein Kampf auf Augenhöhe. Eine einzige Aktion, die mit Yuko bewertet wurde, reichte der Brandenburgerin schließlich zum Sieg - 5:0.

Einen exzellenten Kampf lieferte Miriam Dunkel (-70 kg) gegen Katharina Hilger, war stets auf dem Weg nach vorne, um selbst die Entscheidung zu suchen. Letztlich blieb sie jedoch glücklos, verlor nach 4:10 min. nach einem O-uchi-gari. Zum Abschluss musste Dani Libosan (-57 kg) ihr Duell gegen die WM-Dritte Romy Tarangul nach knapp drei Minuten wegen einer Knieverletzung beenden. „Wir haben uns gut verkauft”, so Karlheinz Stumps Fazit.


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